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Pflanze des Monats

Mai 2011

Archiv

Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Salbei

         

Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist mit seinen blauen Blütenständen ein gern gesehener Gast an Weg- und Straßenrändern. Als typischer Vertreter für die Lippenblütler (Lamiaceae) fallen bei näherer Betrachtung der vierkantige Stengel, die kreuzgegenständigen Blätter und die charakteristische Blüte mit ausgeprägter Unter- und Oberlippe auf.

         
Wiesensalbei  

Der Wiesensalbei wird und wurde für Heilzwecke kaum verwendet, weil sein Gehalt an ätherischem Öl viel zu gering ist. Der kultivierte echte Salbei (Salvia officinalis) ist dagegen eine vielseitig eingesetzte Heil- und Gewürzpflanze. Seine wichtigsten Inhaltsstoffe sind Thujon (ätherisches Öl), Rosmarinsäure (Gerbstoff), Urolsäure (Triterpenoide), Flavonide und der Bitterstoff Carnosol.

Die entzündungs- und schweißhemmende Wirkung verdankt der echte Salbei dabei seinen ätherischen Ölen und Gerbstoffen. Als eine der 24 Heilpflanzen des Klostergartens hat der echte Salbei seit dem 9. Jahrhundert in der Klosterheilkunde und der mittelalterlichen Volksmedizin einen hohen Stellenwert. Heute wird der echte Salbei gerne bei Hals- und Rachenentzündungen eingesetzt, ebenfalls bei übermäßiger Schweißabsonderung.

Wiesensalbei

       

Der aromatisch wohlriechende echte Salbei bietet zudem viel Stoff für Mythen und Legenden. Als Zauber- und Liebespflanze wurde er eingesetzt, als Räuchermittel kann er böse Geister vertreiben.

Seine Heilkraft soll er der Legende nach Maria verdanken, die mit Jesus auf der Flucht vor Herodes Schutz und Zuflucht bei einem Salbeistrauch fand. Seine wichtige Bedeutung in der Volksmedizin illustriert dieser Volksspruch: "Wer auf Salbei baut, der Tod kaum schaut".

  Gartensalbei
     

Gartensalbei ("Echter Salbei")

Der Wiesensalbei hat dagegen eine vergleichsweise bescheidene Berühmtheit erlangt. In botanischen Lehrbüchern wird sein Bestäubungsmechanismus als ein Paradebeispiel für die ausgeklügelte Anpassung der Blüte an ihre Blütenbesucher beschrieben.

Landet eine Hummel auf der Unterlippe, so drückt das Insekt dabei die über ein Gelenk verbunden Staubblätter auf seinen Rücken. (Hebel- oder Schlagbaummechanismus). Die auf den Rücken abgestreiften Pollen werden so zur nächsten Blüte übertragen.

  Wiesensalbei
     

Hummelbesuch