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Pflanze des Monats

August 2009

Archiv

Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Pastinak

         

Wer diese häufig am Wegesrand vorkommende Pflanze mit seinen großen gelben prächtigen Doldenblüten etwas intensiver anschaut, entdeckt eine Vielzahl von Insekten, die sich von dem Nektar der Blüten ernähren. Darüber hinaus beeindruckt der Pastinak (Pastinaca sativa) sonst weiter nicht, die Pflanze wirkt viel mehr ziemlich unspektakulär.

         
Pastinak  

Die wenigsten wissen, dass der Pastinak in seiner kultivierten Form früher einmal ein wichtiger Bestandteil des Speisenplans der bäuerlichen Küche war. Vergleichbar mit dem heutigen Gebrauch der Karotte, wurde der Pastinak als vitamin- und kohlenhydratreiches Wurzelgemüse kultiviert und angebaut.

Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette. Die in der Wurzel gespeicherten Nährstoffe liefern für den Austrieb der bis zu 1 m hohen reichblütigen Doldenpflanze das nötige Startkapital. Geerntet werden muss die Wurzel daher im Winter vor dem Austrieb. Die Wurzel der Wildform ist deutlich schmäler und länger als das im gut sortierten Einzelhandel erhältliche Gemüse. Verdrängt durch die Karotte und letztendlich durch die Kartoffel fristet der Pastinak seit dem 18. Jahrhundert in der deutschen Küche ein Schattendasein.

Pastinak mit blühender Dolde

       

Der als würzig empfunden Geschmack der Wurzel ist auf ihren relativ hohen Anteil von ätherischen Ölen zurückzuführen. Trotz seiner ätherischen ölhaltigen Samen und Wurzel hat der Pastinak als Heilpflanze keine große Bedeutung in der Volksmedizin erlangt.

Auch wenn diverse Autoren verschiedene Anwendungsgebiete nennen wie Schwindsucht, Fieber, Nieren- und Magenleiden ist die Wirksamkeit nicht belegt.

  Pastinak
     

Blüten im Detail

Die Pastinak-Wurzel ist aufgrund ihres hohen Gehaltes an Vitamin C, Kalium, Zink und Folsäure auch heute noch eine Bereicherung unseres Speisezettels.

Die geschälten Wurzeln können gedämpft, gekocht, gebraten und püriert werden. Suppen und Eintöpfe stehen auf der Liste der Zubereitungen ganz oben. In diversen Kochforen im Internet kann man sich von weiteren Rezeptideen zu der gelblich-weißen Wurzel überzeugen.

  Pastinak
     

Blatt des Pastinak