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Pflanze des Monats

Juli 2011

Archiv

Juni 11 Nachtkerze
Mai 11 Salbei
Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Jan 09 Waldrebe
frühere Pflanzen

Oregano

         

Dost, Wilder Majoran, Wohlgemut - am bekanntesten ist Origanum vulgare (Gewöhnlicher Dost) heute unter dem Namen Oregano als Gewürz in der Küche. Früher, im Mittelalter, galt die Pflanze mit dem Namen Dost als ein wichtiges Allheilmittel für Magen, Darm, Lunge, Leber und bei der Behandlung von Wunden.

         
Oregano  

Aufgrund der Kombination seiner Inhaltsstoffe verwundert es nicht, dass die aromatisch riechende Pflanze ein altbekanntes Heilkraut ist. Dank ätherischen Ölen, Gerbstoffen (Rosmarinsäure u.a.) und Bitterstoffen kann die Pflanze in entsprechenden Rezepturen bei vielen Krankheiten Linderung und Unterstützung bei der Heilung bieten.

So empfiehlt das Lorscher Arzneibuch - die älteste, um 795 geschriebene medizinische Sammelhandschrift der Klostermedizin - den Dost bei Schlangenbiss, Kopfschmerzen und Fieber; zur Förderung der Verdauung im Magen hilft folgende Rezeptur: "Nimm zwei Skrupel Dillsamen mit Dost und Pfeffer zu gleichen Teilen in 2 Schalen Wein: es wirkt großartig".

Origanum vulgare

       

Ebenfalls groß ist die Liste der Heilwirkungen bei Lonicerus in seinem im Jahr 1557 erschienenen Kräuterbuch: "Dieser Blumen und Blätter thu in ein Säcklein/wärms in Wein/legs auffs Haupt/decke den Kranken zu/ dass er schwitze/ es nimmt viel Krankheit der Brust und des Haupts". Nicht nur bei Ohrenschmerzen, Lungensucht, auch bei ungesunder Leber, Würm im Leib, Verstopfung, Frauenleiden und Geschlechtskrankheiten - der Dost soll selbst gegen Aussatz helfen.

  Origanum
     

häufig am Wiesen- und Ackerrand

Allerdings hat das Allheilmittel des Mittelalters seine frühere Bedeutung heute verloren. In der 1988 erschienenen Monographie der Kommision E wird der Pflanze aufgrund fehlender Nachweise eine therapeutische Wirksamkeit abgesprochen. Die antibakterielle Wirkung von ätherischem Oregano-Öl wurde jedoch von wissenschaftlichen Studien bestätigt.

Als Gewürz ist Oregano dagegen "In". So wäre heutzutage eine Pizza ohne Oregano sicher sehr schwer vorstellbar. Die wichtigsten Anbauregionen des Oregano sind Italien, Griechenland und Mexiko.

  Origanum
     

Blüte: kugelige Scheinrispe