Bildleiste
  Home Exkursionen Termine Pflanzen Tiere Kontakt Impressum

Pflanze des Monats

Februar 2011

Archiv

Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Salzkraut

         

Obwohl das Salzkraut (Salsola kali) seit 200 Jahren auf den Binnendünen des Rheines vorkommt, ist es eher ein typischer Küstenbewohner. Zum Leidwesen vieler Badegäste, denn die Berührung der stacheligen Zweige und Blätter mit bloßer Haut wird als nicht sehr angenehm empfunden.

         
Salzkraut  

Das Salzkraut verdankt seinen Namen einer Eigenschaft, die es mit vielen weiteren Küstenpflanzen gemeinsam hat: der Fähigkeit Salze zu akkumulieren. Erst durch die Aufnahme von Salz in den Zellen, können Pflanzen wie das Salzkraut ihr Wasserpotential so weit absenken, dass selbst das salzige Wasser der Küstenböden von ihnen aufgenommen werden kann.

Der hohe Salzgehalt machte die Pflanze früher für die Glasindustrie, die Seifenherstellung und die Textilindustrie interessant. Denn beim Verbrennen des Krautes blieb das Salz in der Asche zurück. Daraus ließ sich Pottasche und Soda herstellen, die bei der Produktion von Glas und Seifen, sowie bei der Textilherstellung zum Einsatz kamen. Besonders in den Mittelmeerregionen wurden Salzkräuter zur Gewinnung von Pottasche angebaut.

Salzkraut im Winter

       

Für die heißen trockenen Binnendünen ist das Salzkraut bestens angepasst. So erlaubt die starre, skleromorphe Struktur der Pflanze, die selbst im Winter noch sehr gut zu erkennen ist, Trockenheit über längere Zeit zu ertragen, ohne Form und Funktion wie bei einer welken Pflanze zu verlieren.

Eine effektivere CO2-Fixierung (C4-Assimilationsweg) sorgt zudem selbst bei geschlossenen Spaltöffnungen (z. B. bei großer Trockenheit) noch für genug Nachschub an CO2, um weiter Photosynthese zu betreiben.

  Salzkraut
     

Salzkraut bei der Blüte

Übrigens, das Salzkraut ist einer der wenigen Steppenroller in Deutschland. Wie bei seinen amerikanischen Verwandten, die man aus jedem Western kennt, brechen die oberirdischen Pflanzenteile des Salzkrautes leicht über dem Grund ab, werden vom Wind weggeweht und dienen so der Verbreitung der Samen.

In Sandhausen, auf der Pflege Schönau-Galgenbuckel, kann man entlang des Zaunes gut beobachten, wie sich das Salzkraut geradezu anhäuft und selbst im Winter eine natürliche Barriere bildet.

  Salzkraut
     

Salzkraut im August