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Pflanze des Monats

September 2010

Archiv

Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Wilde Rauke

         

An Straßen- und Wegrändern ist die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) mit ihren gelben Blüten nicht zu übersehen. In Baden-Württemberg hat diese licht- und wärmeliebende Pflanze ihren Verbreitungsschwerpunkt in unserer Region, denn Sie bevorzugt magere, sandige und durchlässige Böden.

         
Wilde Rauke  

Die bei uns sehr häufige Pflanze ist besser bekannt unter dem Namen Rucola. Diesen Namen teilt sich die Wilde Rauke mit einer weiteren Art: der Salat-Rauke (Eruca sativa). Als Salatbeigabe erfreut sich die Pflanze zunehmend an Beliebtheit in unserer Küche.

Für den charakteristischen scharfwürzigen, nussartigen Rucola-Geschmack ist der hohe Gehalt an Senfölglykoside verantwortlich. Die Salatrauke mit ihren weißen Blüten und eichblattartigen Blättern schmeckt etwas milder als die Wilde Rauke. Die Würzrauke, eine Rucola-Hybride (Sorte Runway) ist mildwürzig mit nußigem Geschmack. Sie vereinigt die Eigenschaften beider Raukenarten. Im Gemüseanbau werden schließlich speziell gezüchtete und ertragsoptimierte Sorten angebaut.

Blüten der Wilde Rauke

       

Im Jahr 2009 verunsicherte die Pressemeldung über einen Fund von giftigem Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) in abgepacktem Rucola-Salat die Salat-Liebhaber. Wie sich später heraus stellte war der in dem Salat gefundene Übeltäter das ebenfalls giftige Gemeine Greiskraut (Senecio vulgaris), ein typisches Ackerunkraut. Bei genauerem Hinsehen kann man jedoch diese beide Pflanzen nicht verwechseln - eine gute Gegenüberstellung gibt es in dem Gartenbauinformationssystem www.hortigate.de.

  Wilde Rauke
     

Wilde Rauke im Übersicht

Wie Spinat hat Rucola die Eigenschaft, viel Nitrat aus dem Boden im Pflanzengewebe anzureichern. In einer Untersuchung von Stiftung Warentest im Jahr 2005 fand sich in der Mehrzahl der untersuchten Rucola-Salaten eine hohe Belastung mit Nitrat-Konzentrationen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfiehlt, Rucola als Salatbeigabe in geringen Mengen zu sich zu nehmen.

Fazit: Genießen Sie daher den leckeren Rucola, aber in Maßen.

  Wilde Rauke
     

Blätter der Wilden Rauke