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Pflanze des Monats

Mai 2009

Archiv

Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Salomonssiegel

         

Das Salomonssiegel oder die Weisswurz ist in Nord-Baden mit zwei Arten vertreten. Das Vielblütige Salomonssiegel (Polygonatum multiflorum) mit 2 bis 5 Blüten pro Blütenquirl und rundem Stengel kommt bevorzugt in krautreichen nährstoffreichen Wäldern vor. Das Echte Salomonssiegel (Polygonatum odoratum) mit 1-2 Blüten und kantigem Stengel ist dagegen seltener an eher trockenen Standorten wie lichten Kiefernwäldern und warmen Waldsäumen zu finden.

         
Salomonssiegel  

Der weiße Wurzelstock (eigentlich ein unterirdisches Sproßsystem - ein sogenanntes Rhizom) des Salomonssiegel liefert den Nährboden für sagenumwobene Geschichten. Jedes Jahr wächst das Rhizom waagrecht im Boden weiter und bildet einen neuen Trieb heraus. Im Herbst, wenn der Sproß abstirbt, bleibt an dem Rhizom eine wulstige Narbe zurück, die einem Siegelabdruck ähnelt. Im Laufe der Jahre gleicht das Rhizom daher einer Perlenkette aus abgestorbenen Sprossnarben.

Die Wurzel des Salamonssiegel gilt als die geheimnisvolle Springwurzel, mit der sich alle Türen und Schlösser öffnen und geheime Schätze finden lassen. Der Legende nach soll König Salomon für den Bau seines Tempels mit diesem Rhizom Felsen gespalten haben (daher der deutsche Name).

Echtes Salomonssiegel
(Polygonatum odoratum)

       

Die markante Wurzelform hat auch die Pflanzenheilkunde beeinflusst. Der Signaturenlehre nach verwendete man den Salomonssiegel zur Behandlung von Hühneraugen, ähneln diese doch den Narben der früheren Blütenstengel.

Laut Dioskurides eignete sich die Pflanze als ein gutes Mittel gegen Wunden und zur Entfernung von Gesichtsflecken. In der Volksmedizin wurde die gepulverte Wurzel als Breiumschlag bei Prellungen, Entzündungen und Hämorrhoiden eingesetzt.

  Salomonssiegel
     

mit offenen Blüten

Früher verabreichte man das Salomonssiegel auch bei Herzschwäche. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass weder in den grünen Teilen noch in den blauen Beeren des Salomonssiegel herzwirksame Glykoside enthalten sind, sondern giftige Saponine. Auch in der Wurzel sollen giftige Saponine vorkommen.

Die Blüten werden übrigens gern von Hummeln, langrüsseligen Bienen und kleinen Schmetterlingen besucht.

  Salomonssiegel
     

reife blaue Beeren

Weblinks: Wurzel mit Bild...........................weitere Infos