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Pflanze des Monats

März 2011

Archiv

Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Sumpfdotterblume

         

Wer in unserer Region die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) finden möchte, der hat gute Chancen bei nassen, feuchten und leicht sumpfigen Stellen wie Gräben, Bächen, Erlen-Quell-, Bruch- und Auwäldern. Trotzdem muss man die Pflanze schon gezielt an ihren bevorzugten Standorten suchen, um ihre Blütenpracht im Frühjahr zu bewundern.

         
Sumpfdotterblume  

Der eine oder andere kennt die Pflanze auch unter dem Namen Butterblume. So wurden früher ihre gelben Blüten zum Einfärben von Butter verwendet - ein bewährtes Hilfsmittel um das Altern von Butter schon im Vorfeld zu verdecken. Heute verwendet man, wenn überhaupt, künstliche Zusatzstoffe in Form von Beta-Carotinen.

Als Ersatz für Kapern wurden früher ebenfalls die noch nicht aufgeblühten Blütenknospen in Essig und Öl eingelegt. Heute weiß man dagegen um die Giftigkeit der Sumpfdotterblume. Neben dem bei alle Hahnenfußgewächsen vorkommenden Protoanemonin zählen Saponine und Alkaloide zu den Giftstoffen. Das Weidevieh meidet daher die Sumpfdotterblume.

Sumpfdotterblume im Frühling

       

Bestens ist die Pflanze an ihre nassen Umgebungsbedingungen angepasst. Ein kräftiger Wurzelstock verankert sie fest im feuchten Erdreich. Auf Wurzelhaare kann die Pflanze sogar bei dem Standort verzichten.

Die in den reifen Früchten offen gelegten Samen werden durch Regentropfen herausgeschleudert und mit den Wasserflüssen verbreitet. Dank lufthaltiger Hohlräume gehen die Samen dabei nicht im Wasser unter, sondern werden fortgeschwemmt.

  Sumpfdotterblume
     

Blüte der Sumpfdotterblume

Die Pflanze scheint übrigens im Rückgang begriffen. So gehen viele feuchte Standorte auf den Wiesen durch Flurbereinigung und Intensivierung der Landwirtschaft verloren.

Laut dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung wird die Sumpfdotterblume auch in Folge der Klimaerwärmung auf kühlere, feuchtere Regionen zurückgedrängt. In den Roten Listen von Niedersachsen, Hamburg, Brandenburg und Berlin taucht sie schon als gefährdet auf.

  Sumpfdotterblume
     

Blütenknospen vor dem Aufblühen