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Pflanze des Monats

Januar 2009

Archiv

Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Waldrebe

         

Die Waldrebe (Clematis vitalba) zählt wie der Wilde Wein zu den Rankenpflanzen und verdankt ihren Namen dem griechischen Wort clema für Ranke. Während der Wilde Wein sich mit Hilfe seines Sprosses nach oben rankt, nutzt die Waldrebe dafür ihre Blätter. Die Blattstiele und die Stiele der Fiederblättchen reagieren auf alle vorhandenen Kletterhilfen und wickeln sich dabei oft mehrmals um die Stützen. Für eine Fassadenbegrünung mit Clematis-Arten sollten daher Kletterhilfen in Form von Stützgittern bereitgestellt werden.

         
Waldrebe  

Im Winter fallen besonders die Früchte der Waldrebe mit ihren langen Federbüscheln auf. Wer die weißen, vierblättrigen Blüten der Waldrebe kennt, kann kaum glauben, dass sich aus den zahlreichen Fruchtknoten weiß leuchtende Federbüschel entwickeln, die jetzt das kahle Geäst der winterlichen Hecken zieren. Bei den Federbüschel handelt es sich botanisch gesehen um die verlängerten federigen Griffel.

Die Waldrebe, die von Juni bis August blüht, behält ihre Früchte lange an der Pflanze. Im Winter reifen die einsamigen Nüsschen erst richtig aus und werden dann im Frühjahr mit Hilfe des Windes verbreitet. Übrigens, diesen Verbreitungsmechanismus hat die Waldrebe mit der Küchenschelle gemein - wie die Waldrebe auch eine zur Familie der (Hahnenfußgewächse) Ranuculaceaen gehörende Art.

Waldrebe (blühend)

       

Wie viele Hahnenfußgewächse findet sich auch bei der Waldrebe das giftige Protoanemonin. Frischer Pflanzensaft auf der Haut löst daher Entzündungen und Exzeme auf der Haut aus. Früher haben Bettler mit dem Saft der Waldrebe so Aussatz vorgetäuscht um hilfsbedürftig zu erscheinen. Interessanterweise schreibt Dioskurides der Pflanze eine hilfreiche Wirkung bei Hauterkrankungen zu: "Die Blätter als Umschlag vertreiben den Aussatz". In der Hömöopathie wird die Pflanze heute noch bei Hautentzündungen angewendet.

  Waldrebe
     

Waldrebe - die reifen Früchte

Wer das Bachblüten-Konzept kennt, weiß, dass der Pflanze auch noch andere Effekte zugeschrieben werden. Die Waldrebe soll Menschen helfen, aus ihren Tagträumen wieder in die Realität zurückzufinden und die Apathie zu überwinden.

Als Bestandteil der beliebten Notfalltropfen soll die Waldrebe in Gesellschaft des Gelben Sonnenröschens, dem Doldigen Milchstern (Ornithogalum umbellatum), dem Springkraut und der Kirschpflaume nach Dr. Eward Bach ein hilfreiches Mittel zur Überwindung von Schockzuständen sein.

  Milchstern
       

Milchstern - Ornithogalum umbellatum

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