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Pflanze des Monats

August 2011

Archiv

Juli 11 Oregano
Juni 11 Nachtkerze
Mai 11 Salbei
Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
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Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
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Juli 10 Wegwarte
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Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
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Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Jan 09 Waldrebe
frühere Pflanzen

Seifenkraut

         

Das Seifenkraut (Saponaria officinialis) - eine Pflanze nährstoffreicher Böden und oft an Wegrändern und Böschungen zu finden - verdankt seinen Namen waschaktiven Substanzen - den Saponinen. So wurden im Rhizom des Seifenkrautes bis zu 5% des Trockengewichtes an Saponinen nachgewiesen.

         
Seifenkraut  

In der Geschichte der Waschmittel spielt das Seifenkraut jedoch eher eine Nebenrolle. So berichtet Dioskurides zwar vom Einsatz des Seifenkrautes für das Reinigen von Wolle, jedoch galten Laugen aus Pflanzenasche (Buchen, Birken) seit der Römerzeit als bevorzugtes Universalwaschmittel. Seit dem 7. Jahrhundert kannte man zwar die Technik der Seifenherstellung, die parfümierte Seife blieb jedoch den Adeligen und Wohlhabenden vorbehalten.

Im 17. Jahrhundert prägten dann die Seifenzentren in Marseille, Savona, Genua und Venedig die Seifenherstellung. Aber erst im 19. Jahrhundert war die Seife für alle erschwinglich und löste die immmer noch weit verbreitete Seifenherstellung aus Pflanzenasche ab.

Saponaria officinialis

       

Für das Seifenkraut werden vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Heilkräuterbüchern genannt. In der berühmten Materia Medica von Dioskurides, der Basis vieler Heilkräuterbücher bis weit über das Mittelalter hinaus, finden sich u.a. folgende Anwendungsgebiete: Leberleiden, Husten, Gelbsucht, Hautgeschwülste und Aussatz.

Im Lorscher Arzneibuch ist es ein Bestandteil eines Pulvers gegen Gicht. Arabische Ärzte wiederum haben das Seifenkraut bei Lepra verordnet. Für ihre blutreinigende Wirkung war die Pflanze ebenfalls in der Volksmedizin bekannt.

  Seifenkraut
     

Blüten duften abends am stärksten

Bedingt durch die oberflächenaktiven und schleimlösenden Saponine erscheint aus heutiger Sicht der Einsatz als Hustenmittel am sinnvollsten. Auch durch ihre antibiotische und fungizide Wirkung hat sich das Seifenkraut bei Hautkrankheiten bewährt.

Als sanftes Haarwaschmittel findet das Seifenkraut heute ebenfalls ihre Anwender, als alternatives Waschmittel wird dagegen die indische Waschnuss (Sapindus mukorossi) bevorzugt.

  Seifenkraut
     

Seifenkraut im Halbtrockenrasen