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Pflanze des Monats

April 2010

Archiv

Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Weißdorn

         

Der Weißdorn (Crataegus monogyna und mit zwei Griffel: Crataegus laevigata) ist ein typischer Bestandteil unserer Hecken. Mit seinen charakteristisch dunkelgrün, glänzenden, drei bis siebenlappigen Blättern und seinen unangenehm duftenden weißen Blüten ist er auf den ersten Blick nur ein spät im April blühender Heckenstrauch. Erst der zweite Blick offenbart faszinierende Geschichten.

         
Weißdorn  

Oder wussten Sie, dass eines der ältesten Exemplare im Ort Wohnsgehaig bei Bayreuth 1200 Jahre alt sein soll? Der knorrige Baum mit seinem in sich gedrehten Holz, dem schon die Griechen den Namen krateios= fest und stark gegeben haben, zählt zu den Sehenswürdigkeiten in der fränkischen Schweiz.

Bei Glastonbury in England gibt es eine weitere Kuriosität: der heilige Weißdornbusch. Aus dem Stab des Josef von Arimathäa, der den Kelch Jesu nach England brachte, bildeten sich Wurzeln und schließlich blühte der Strauch regelmäßig zweimal im Jahr - im Frühjahr und zur Weihnachtszeit. Noch heute erhält die englische Königin zu Weihnachten einen blühenden Weißdornzweig von Glastonbury zur Erinnerung an die Ankunft des heiligen Grals in England.

Crataegus monogyna

       

Möglicherweise stammt selbst die Dornenkrone Jesu von einem Weißdornstrauch. Diese Legenden begründeten die mythische Bedeutung des Weißdorns. Als schützende Hecke vertrieb er so das Böse, oder bewahrte selbst die Jungfräulichkeit mit seinen Dornen.

Seine Geschichte als Heilpflanze begann erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den irischen Arzt Thomas Green, der mit Weißdorn erfolgreich herzkranke Patienten behandelte.

  Weißdorn
     

Blüten von Crataegus laevigata

Heutzutage wird der Weißdorn eingesetzt bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens und leichten Herzrhythmusstörungen. Denn nachweislich wirken in dem Gesamtextrakt des Weißdornes die Wirkstoffgruppen der Flavonide und Procyanidine positiv auf die Herzleistung.

Die im August bis Oktober reifenden roten mehligen Früchte sind wenig schmackhaft aber essbar und wurden in Notzeiten getrocknet und gemahlen als Mehlzusatz verwendet.

  Weißdorn
     

Früchte im August