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Pflanze des Monats

Januar 2012

Archiv

Dez 11 Kiefer
Nov 11 Berufkraut
Okt 11 Rainfarn
Sep 11 Hopfen
Aug 11 Seifenkraut
Juli 11 Oregano
Juni 11 Nachtkerze
Mai 11 Salbei
Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
frühere Pflanzen

Goldrute

         

Selbst im Winter sind die aus Nordamerika eingewanderten Goldruten-Arten Solidago canadensis (Kanadische Goldrute) und Solidago gigantea (Späte Goldrute) noch gut an ihren weißen buschigen Früchten zu erkennen. Im Vergleich zur einheimischen Echten Goldrute (Solidago virgaurea), die in der Volksmedizin für ihre positive Heilwirkung bei Harnwegs- und Nierenerkrankungen bekannt ist, sind die beiden Neophyten nicht zu übersehen. Fast an jeder Straßenecke und Wegböschung trifft man auf die eingewanderte "Goldrute".

         
Goldrute  

Für den Laien sind beide aus Nordamerika stammenden Arten schwer zu unterscheiden. Erst ein genauer Blick entdeckt die charakteristischen Merkmale der Kanadischen Goldrute: Gleichlange Zungen- und Röhrenblüten, behaarte Sprossachsen, dicht kurzhaarige Blattunterseiten. Sie bevorzugt trockenere Standorte und gelangte bereits 1645 als Gartenpflanze und Bienenweide nach Europa.

Typisch für die Späte Goldrute dagegen sind: deutlich längere Zungenblüten, im unteren Bereich kahle Sprossachsen und eine weniger ausladende, gedrungen wirkende Rispenblüte. Sie gelangte rund hundert Jahre später nach Europa und ist eher an feuchten Standorten zu Hause. So findet man die Späte Goldrute an Rheindämmen im Uferbereich, während sich die Kanadische Goldrute erst in den oberen trockeneren Zonen wohl fühlt.

"Goldrute" im Januar

       

Gemeinsam ist den beiden eingewanderten Goldruten-Arten ihre stetige Ausbreitung in Europa. Fast an jedem Acker-, Weg-, Wald- oder Straßenrand kann man diese Goldruten antreffen. Damit die Samen der Goldrute keimen können, ist eine lückige und offene Bodenschicht Vorraussetzung.

Bevorzugt lassen sich die Goldruten daher in Brach-, Sukzessions- und Ruderalflächen nieder. Haben sie erst einmal an einem Standort Fuß gefasst, können sie durch vegetative Vermehrung ihres unterirdischen Sprosssystems (Rhizom) Massenbestände bilden. So können sie auch wertvolle Biotope wie Halbtrockenrasen schädigen.

Bekämpfungsmaßnahmen sind aufwendig und müssen gezielt durchgeführt werden. Als Bienenweide sollte die Goldrute aufgrund ihrer massiven Ausbreitungstendenzen daher nicht angepflanzt werden. Auch wird unter Imkern noch die Qualität eines Goldruten-Honigs im Internet diskutiert.

  Goldrute
     

Solidago canadensis (Kanadische Goldrute)

Zurzeit wird auch untersucht, ob beide eingewanderten Arten ähnliche Heilwirkungen wie bei der einheimischen Echten Goldrute (Solidago virgaurea) zeigen: Erhöhung der Harnmenge, krampflösend und entzündungshemmend bei Nieren- und Harnwegserkrankungen.

Trotz gleicher Inhaltstoffgruppen (Flavonide, ätherische Öle, Saponine) gibt es jedoch Unterschiede in der Art und Menge der Zusammensetzung. Weitere Informationen finden Sie hier.

  Goldrute
     

Solidago gigantea (Späte Goldrute)