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Pflanze des Monats

Dezember 2009

Archiv

Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Eibe

         

Die Eibe (Taxus baccata) ist selten im Unterstand von Buchen-, Tannen- oder Eschenwäldern der submontanen und montanen Stufe, meist an steilen Hängen oder in Taleinschnitten zu finden. Hier finden die schattentoleranten, lichtbedürftigen, langsam wachsenden Bäume und Sträucher optimale Wachstumsbedingungen. In der Region Odenwald, Kraichgau und Bergstrasse sind natürliche Standorte der Eibe kaum noch vorhanden. Zu Beginn des Mittelalters waren die Eiben noch zahlreicher in unseren Wäldern vertreten.

         
Eibe  

Durch den hohen Bedarf an Eibenbögen im Mittelalter wurden jedoch große natürliche Bestände an Eiben in Europa vernichtet. Das harte, dehnbare und vor allem harzfreie Holz der Eibe war im Mittelalter ein begehrtes und kostbares Gut. So haben britische Bogenschützen mit ihren Langbögen aus Eibenholz mehrfach Schlachten entschieden und Geschichte geschrieben.

Im Zuge des Rokoko erlebte die Eibe als eine sehr einfach über Stecklinge zu vermehrende Pflanze eine Renaissance in vielen Schlossgärten und Parkanlagen. Auch auf vielen Friedhöfen wurde die Eibe angepflanzt. Symbolisiert die Eibe doch aufgrund ihres hohen Alters und ihrer immergrünen Nadeln ewiges Leben. Heutige Untersuchungen gehen von einer Lebensdauer von 700 Jahren aus.

Eibe - Taxus baccata

       

In allen Teilen der Eibe kommt ein Gemisch aus verschiedenen giftigen Alkaloiden vor, die anstelle von Harz und ätherischen Ölen der Pflanze als Infektionsschutz dienen. Einzige Ausnahme - der fleischig rote alkaloidfreie Samenmantel der Scheinbeere - der Arillus. Vögel scheiden die giftigen Samen unverdaut aus und tragen so zur Verbreitung der Eibe bei.

Berichte von Vergiftungen gibt es immer wieder, besonders von Pferden, die sehr empfindlich auf Eiben reagieren. Der Heckenschnitt sollte daher in keinem Fall in die Nähe von Pferde gelangen.

  Eibe
     

Eiben mit roten Scheinbeeren

Rehe wiederum verzehren mit Vorliebe und unbeschadet die für Menschen, Haustiere und Weidetiere sehr giftige Pflanze.

Eine der toxischen Eigenschaften wird bei der Bekämpfung von Krebs in der Chemotherapie gezielt eingesetzt. Das Alkaloid Taxol verhindert die Zellteilung und hemmt dadurch das Wachstum von Tumorzellen. Das Nationale Krebsforschungsinstitut der USA hatte den Wirkstoff bei einem Screening von 35 000 Pflanzenarten 1966 entdeckt.

  Eibe
     

männliche Blüten im März