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Pflanze des Monats

März 2010

Archiv

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Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Huflattich

         

Der Huflattich (Tussilago farfara) ist einer der ersten Frühjahrspflanzen. Aus einem mehrjährigem Wurzelstock (Rhizom) erheben sich bereits im März auf langen, teilweise überhängenden Stengel die gelben Blüten. Die großen pestwurzähnlichen Blätter sucht man vergeblich. Erst nach der Blüte erscheinen die grundständigen Blätter, die die notwendigen Kohlenhydrate für den nächsten Frühjahrsaustrieb im Wurzelstock abspeichern.

         
Huflattich  

Den lateinischen Name Tussilago (lateinisch: gebildet aus tussis: Husten und agere= vertreiben) verdient der Huflatich zu Recht. Er ist aufgrund seiner Kombination aus Gerbstoffen, Bitterstoffen und Schleimstoffen ein optimales Mittel bei Reizhusten. Schon Dioscurides erwähnte die Pflanze in seiner Materia Medica: "Trocken aber zur Räucherung angezündet hilft es denen, die von trockenem Husten und Orthopnöe belästigt worden, wenn sie den Dampf mit geöffnetem Munde aufnehmen und herunterschlucken."

Viele mittelalterliche Heilkundige und Klostermediziner kennen und beschreiben die Wirkung des Huflattichs gegen alle Arten von Lungenleiden. Im Lorscher Arzneibuch, einem der ältesten Kräuterbücher der Klostermedizin finden sich auch Rezepturen zur Behandlung bei Gicht.

Huflattich - Tussilago farfara

       

Heutzutage hat die Pflanze aufgrund des Nachweises giftiger Inhaltsstoffe ein sehr negatives Image. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen die leberschädigende Wirkung der in der Pflanze vorkommenden Alkaloide. Die Einnahme von Huflattich über einen längeren Zeitraum wird daher nicht empfohlen.

Dank gezielter Pflanzenselektionen gelang es schließlich Pflanzen ohne giftige Alkaloide für die Herstellung von Medikamenten zu züchten. Entsprechend alkaloidfreie Präparate werden im Handel von Pharma-Firmen angeboten.

  Huflattich
     

Blüten enthalten mehr Alkaloide

Kritische Stimmen widerum stellen die wissenschaftliche Relevanz der Ergebnisse zur Giftwirkung bei Huflattich in Frage. Ein sentimentaler Versuch, die über Generation zu Generation weitergegebenen Rezepturen der Volksmedizin zu verteidigen? Oder liegt hier eine gelungene Imagekampagne der Pharmaindustrie gegen die kostengünstige frei zugängliche Apotheke Natur vor?

Offensichtlich besteht Bedarf an weiteren Untersuchungen. Eine gewisse Skepsis und Unsicherheit dem Huflattich gegenüber bleibt bestehen.

  Huflattich
     

Huflattich ist in der Volksmedizin beliebt