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Pflanze des Monats

September 2011

Archiv

Aug 11 Seifenkraut
Juli 11 Oregano
Juni 11 Nachtkerze
Mai 11 Salbei
Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
frühere Pflanzen

Hopfen

         

Wer an Hopfen (Humulus lupulus) denkt, denkt als erstes an Bier. Zu Recht. Ist doch der Hopfen eines der wesentlichen Bestandteile. Zumindest seit dem Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516, das die Zutaten bei der Bierherstellung auf Gersten, Hopfen und Wasser beschränkt. Nachzulesen auf jeder Bierflasche, wenn diese aus Deutschland kommt.

         
Hopfen  

Das Reinheitsgebot der bayrischen Herzöge Wilhelm IV und Ludwig X war wohl ein Versuch, durch ein standardisiertes Brauverfahren die Bierqualität zu sichern, den Zusatz von rauschfördenden Pflanzen wie Bilsenkraut ("Pils") und Sumpfporst zu verbieten und zudem den bayerischen Bieren, die Hopfen verwendeten, ein Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Der Hopfen hat für die Bierherstellung aufgrund seiner Inhaltsstoffe zudem mehrere Vorteile. Die Bitterstoffe Humulon und Lupulon verleihen dem Bier seinen leicht bitteren Geschmack und verbessern die Schaumfestigkeit. Ätherische Öle geben dem Bier sein Aroma. Gerbstoffe fällen die bei der Bierherstellung entstehenden Eiweiße, klären so das Bier und machen es zusammen mit den Bitterstoffen haltbarer.

weibliche Hopfenpflanze

       

Vom Hopfen werden zur Bierherstellung ausschließlich die unbefruchteten Blütendolden der weiblichen Pflanzen verwendet (Hopfen ist zweihäusig d.h. männliche und weibliche Blüten kommen auf getrennten Pflanzen vor). In den Trag- und Hochblättern des sog. Zapfens befinden sich die Drüsenzellen mit ihren charakteristischen Inhaltsstoffen. Käme es zur Befruchtung würde sich der Brauwert des Hopfens verringern d.h. der Zapfen würde schneller reifen, sich braun verfärben und der Gehalt an Inhaltsstoffen sich verändern.

  Hopfen
     

weiblicher Blütenstand - der Zapfen

Die Kulturpflanzen erreichen dank ausgeklügelten Anbaumethoden und Verfahren eine Höhe von acht Metern. Der im Auwald und nährstoffreichen Wäldern natürlich vorkommende Hopfen erreicht dagegen meist eine Höhe zwischen 2 und 6 Metern.

Um zu vermeiden, dass Pollen des wilden männlichen Hopfens auf weiblichen Kulturhopfen per Wind übertragen wird, ist es laut einer bayerischen Verordnung Pflicht, "jährlich bis spätestens 15. Juni sämtliche wildwachsenden Hopfenpflanzen (Heckenhopfen) auf ihren Grundstücken durch Abschneiden der Reben am Blühen zu hindern und möglichst durch Aushauen des Wurzelstockes zu roden".

Übrigens, Hopfen hat auch eine lange Tradition in der Pflanzenheilkunde als Schlaf- und Beruhigungsmittel. Aktuell wird Xanthohumol, ein weiterer Inhaltsstoff des Hopfens, auf seine krebsvorbeugende und krebshemmende Wirkung im DKFZ in Heidelberg untersucht.

  Hopfen
     

männliche Hopfenpflanze