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Pflanze des Monats

November 2010

Archiv

Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Hainbuche

         

Auch wenn der Name es andeutet - die Hainbuche (Carpinus betulus) ist kein naher Verwandter der Buche (Fagus sylvatica). Das zeigt sich am deutlichsten bei der Blüte im April. Ihre männliche Kätzchenblüten belegen ihre botanische Zugehörigkeit zu den Birken und Erlen - ihren nächsten Verwandten. Ihr Verhältnis zur Buche ist dagegen eher vom Wettbewerb um Standorte geprägt. Ökologisch betrachtet ist die Buche eigentlich der größte Konkurrent der Hainbuche.

         
Hainbuche  

So wurde die Hainbuche in der mitteleuropäischen Waldgeschichte sukzessive von der schattentoleranteren höherwüchsigen Buche auf Randbereiche verdrängt. Erst die Waldnutzung des Menschen in Form von Mittelwälder und Niederwälder förderten wieder die Verbreitung der schnittverträglichen Hainbuche. Seit dem frühen Mittelalter hatte die Hainbuche als Holz- und Futterlieferant einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert. Junge, beblätterte Zweige wurden für Futter- und Streuzwecke abgeschnitten ("Schneiteln"), ältere dickere Zweige und Stämme als Brennholz genutzt.

Heute spielt die Hainbuche mit einem Anteil unter 5 % in der wirtschaftlichen Nutzung des Waldes keine Rolle mehr. Man schätzt die Hainbuche als Boden verbessernden Begleitbaum und ihr hartes Holz wird heute nur noch beim Klavierbau oder für Werkzeugstiele bei Schnitzwerkzeugen verwendet.

Hainbuche im November

       

Wer die Hainbuche sucht, der findet sie auf jeden Fall in Parks und Landschaftsgärten. Gärtner und Landschaftsarchitekten haben mit der Hainbuche die vielfältigsten Formen bei Hecken, Lauben, Gängen und Spalieren gezaubert. Dank ihrer Schnitthärte und ihrem Austriebsvermögen wurde die "Hagebuche" schon seit frühester Siedlungsgeschichte zum "Ein-Hagen" von Feldern, Wiesen und Dörfern genutzt.

Übrigens wer genau hinschaut, der kann die Hainbuche nicht mit der Buche verwechseln. Die Blätter der Hainbuche sind nämlich im Vergleich zu den ganzrandigen Blättern der Buche scharf doppelt gesägt.

  Hainbuche
     

junges Blatt im April

Auch im Winter kann man beide Arten gut voneinander trennen. Denn typisch für die Hainbuche ist ihre Rinde, deren gefaserte, längsgefurchte Struktur dass Ergebnis eines ungleichmäßigen sternförmigen Wachstums des Holzes ist. Bei älteren Bäumen ist diese Spannrückigkeit besonders gut zu erkennen.

In der Volksmedizin spielte die Hainbuche keine große Rolle. Einzig von Hildegard von Bingen sind Rezepte mit Hainbuchensprossen bekannt. Sie empfiehlt Hainbuchensprossen schwangereren Frauen zur Vorbeugung von Fehlgeburten bzw. zur Steigerung der Fruchtbarkeit.

  Hainbuche
     

Rindenstruktur der Hainbuche

Bekannter ist die Hainbuche in naturkundlichen Kreisen als eine der 39 Essenzen der Bachblüten. Unter dem Namen Hornbeam ist die Hainbuche das Mittel der Wahl bei Erschöpfung, Überforderung und dem Burn-out-Syndrom. Weitere Informationen gibt es beim Bachblüten Ratgeber.

Im Keltischen Baum-Horoskop wird die Hainbuche mit den ihr zugesprochenen Eigenschaften allen im Zeitraum vom 04.06.-13.06 und 02.12.-11.12 Geborenen zugeordnet. Wer mehr über sein Baum-Horoskop erfahren will, der findet auf www.baumpruefung.de weitere Informationen.

  Hainbuche
     

männliche Blüten im April