Bildleiste
  Home Exkursionen Termine Pflanzen Tiere Kontakt Impressum

Pflanze des Monats

Juni 2012

Archiv

Mai 12 Maiglöckchen
Apr 12 Bärlauch
Mrz 12 Küchenschelle
Feb 12 Schneeglöckchen
Jan 12 Goldrute
Dez 11 Kiefer
Nov 11 Berufkraut
Okt 11 Rainfarn
Sep 11 Hopfen
Aug 11 Seifenkraut
Juli 11 Oregano
Juni 11 Nachtkerze
Mai 11 Salbei
Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
frühere Pflanzen

Echtes Labkraut

         

In mageren Wiesen kann man das Echte Labkraut (Galium verum) an seiner gelben Blütenpracht leicht erkennen. Mit seinem süßlichen Blütenduft lädt das Labkraut Käfer, Bienen und andere Insekten zur Nektarsuche ein. Übrigens, den Honigduft der Blüten soll man besonders intensiv vor Gewitter wahrnehmen können. Aufgrund ihres Duftes wird die Pflanze sehr gern in Kräuterkissen verwendet, früher auch im Bettstroh, daher der volkstümliche Name Liebfrauenbettstroh.

         
Labkraut  

Von anderen einheimischen Labkräutern unterscheidet sich das Echte Labkraut nicht nur durch die gelbe Blütenfarbe, sondern auch in seiner Bedeutung bei der Käseherstellung. Obwohl alle Labkräuter Spuren von kälberlabähnlichen Enzymen vorweisen, wurde das Echte Labkraut häufiger in Verbindung mit der Käseerzeugung genannt. Schon Dioscurides betonte die Gerinnungseigenschaften des Krautes bei der Milch.

Dank den Labwirkstoffen, seinen Gerbstoffen und seinem gelben Blütenfarbstoff wurde das Echte Labkraut zur Erzeugung des englischen Chesterkäses bis in das 19. Jahrhundert verwendet. Berichte aus Internetforen über misslungene Versuche der Käseherstellung mit Echtem Labkraut stellen die Alltagstauglichkeit des pflanzlichen Labersatzstoffes eher in Frage. In der heutigen Käseherstellung wird vorwiegend mit mikrobiell hergestelltem Lab (=Chymosin) Käse produziert.

Echte Labkraut (Galium verum)

       

In den mittelalterlichen botanischen Kräuterbüchern hielt sich ebenfalls hartnäckig eine schon von Dioscurides beschriebene Eigenschaft der Pflanze. So findet sich das griechische Original "die Wurzel aber reizt zum Beischlaf" in der mittelalterlichen Übersetzung von Leonhard Fuchs wieder: "Die wurtzel erregt lust zur unkeüscheyt". Damit reiht sich das Echte Labkraut in die Liste der Liebespflanzen, mit der man sich früher eine aphrodisierende Wirkung versprach.

  Labkraut
     

die gelben Blüten in voller Pracht

In der Volksheilkunde werden die diuretischen Eigenschaften des Echten Labkrautes bei Blasen- und Nierenleiden als wichtigste Heilwirkung beschrieben. Äußerlich angewendet hilft das Echte Labkraut auch bei Hautverletzungen, schlecht heilenden Wunden und Sonnenbrand (Bäumler, Heilpflanzenpraxis Heute, Urban&Fischer).

Einen positiven Erfahrungsbericht zur Behandlung von Schuppenflechte sowie ein Rezept zur Salbenherstellung können Sie dem folgenden link entnehmen.

  Labkraut
     

der Rosenkäfer bei Nektarsuche