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Pflanze des Monats

Juni 2011

Archiv

Mai 11 Salbei
Apr 11 Buschwindröschen
Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Jan 09 Waldrebe
frühere Pflanzen

Nachtkerze

         

Die ursprünglich in Amerika beheimatete Nachtkerze (Oenothera biennis) wurde im 17. Jhdt in botanischen Gärten und Parks als Zierpflanze kultiviert. Von dort aus eroberte die zweijährige Pflanze, wie viele andere Gartenpflanzen vor und nach ihr, die von Menschen geprägten Landschaftsbereiche in Siedlungsnähe.

         
Nachtkerze  

Dank ihrer langen Wurzel kann die genügsame Pflanze bis in eine Tiefe von 160 cm nach Nährstoffen und Wasser suchen. Als Rohbodenpionier ist sie (oft gemeinsam mit Natternkopf und Steinklee) an trockenen, lichten Standorten wie Schuttplätzen, Eisenbahndämmen, Wegrändern und Böschungen zu finden. In unserer Region zählen ebenfalls die Binnendünen mit ihren trockenen sandigen Böden zu den bevorzugten Standorten.

Jetzt im Juni bilden sich aus den reichen Blütenständen nach und nach die einzelnen imposanten gelben Blüten. Beeindruckend ist dabei ihre kurze Blütenentwicklung, bei der man richtig zuschauen kann. Die Blüte beginnt meist abends ("Nachtkerze") und dauert oft nur 1 Tag. Mit ihren intensiven Duft- und Blütenmalen (www.naturfotograf.com) lockt die Nachtkerze trotz der kurzen Blütendauer viele Insekten an.

Nachtkerze

       

Ihre im Oktober reifen Früchte bergen zahlreiche kleine, 1 mm lange Samen, die reich an Öl, Gerbstoffen und Proteinen sind. Bekannt ist das Nachtkerzenöl für seinen hohe Anteil an ungesättigten essentiellen Fettsäuren - Linolsäure (75%) und Gamma-Linolensäure (10%).

Bei Störungen des Fettstoffwechsels - hervorgerufen durch Krankheit, falsche Ernährung, Stress, Alkohol oder Alterserscheinungen - wird das Nachtkerzenöl deshalb gern als Nahrungsergänzungsmittel bzw. als Therapeutikum eingesetzt.

  Nachtkerze
     

Blüten im Abendlicht

So fördert das Nachtkerzenöl die Synthese von Prostaglandinen, wirkt entzündungshemmend und stimuliert den Stoffwechsel der Haut. Bei Neurodermitis zeigt das Nachtkerzenöl einen lindernden Effekt. Details zu Metabolismus und Stoffwechselvorgänge gibt es in einem Artikel der Zeitschrift Phytotherapie.

Die Wirksamkeit des Nachtkerzenöls bei der Behandlung von PMS (Prämenstruelles Syndrom) wird dagegen von dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG, angezweifelt.

  Nachtkerze
     

Bienenbesuch