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Pflanze des Monats

Juni 2009

Archiv

Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Beinwell

         

Der Beinwell (Symphytum officinale), auch Wallwurz genannt, ist eine seit dem Altertum und im Mittelalter bewährte Heilpflanze bei Wunden, Geschwüren und Knochenverletzungen. Seine Heilwirkung spiegelt sich im Namen wieder. Das griechischen Wort symphein= zusammenwachsen und das deutsche well von wallen= zusammenfügen belegen die, bis in unsere Zeit reichende, traditionelle Verwendung der Pflanze bei äußeren Verletzungen.

         
Beinwell  

Der Beinwell gilt als Nährstoffzeiger und bevorzugt grund- und sickernassen Boden. Er ist an Acker- , Graben- und Wegrändern, in Auen und Bruchwäldern, sowie an Bächen eine weit verbreitete Pflanze. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September. Typisch für die zu der Familie der Boraginaceaen (Raublattgewächse) zählende Pflanze sind die mit rauen Haaren besetzten Stengel und Blätter. Die rübenförmige außen schwarze und innen weiße Wurzel ist reich an Schleimstoffen.

Zu seinen weiteren wichtigsten Inhaltstoffen zählen Gerbstoffe, Cholin, Flavonide und das für die wundheilende Wirkung verantwortliche Allantoin. Es regt die Neubildung von Zellen an und fördert die Regeneration von Gewebe. Der Allantoingehalt der Wurzeln ist von Januar bis März, vor dem Austrieb der Pflanze, am höchsten.

Beinwell
(Symphytum officinale)

       

Aufgrund des Vorkommens von toxischen Alkaloiden in der Pflanze werden heute zur äußerlichen Anwendung nur alkaloid-freie Beinwellwurzelextrakte in Form von Salben, Cremes und Gelees angeboten.

Bekanntestes Beispiel für die Behandlung von Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist die Kytta-Salbe®. Eine neuere Studie hat die Wirksamkeit der Kytta-Salbe bei der Behandlung einer Sprunggelenksverletzung im Vergleich zu Voltaren® nachgewiesen.

  Beinwell
     

der Blütenstand

Von einer inneren Anwendung, wie im Mittelalter bei Magengeschwüren und Lungenbeschwerden mit Blutungen üblich, wird heute aufgrund der toxischen Wirkung der Alkaloide abgeraten.

Nur in der Homöopathie wird es als Symphytum in entsprechender Verdünnung bei Knochenbrüchen, Durchblutungsstörungen und Gelenkschmerzen auch innerlich erfolgreich eingesetzt.

Weblinks: Beinwell als Heilpflanze................weitere Infos

  Beinwell
     

Blüten im Detail