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Pflanze des Monats

April 2011

Archiv

Mrz 11 Sumpfdotterblume
Feb 11 Salzkraut
Jan 11 Stechpalme
Dez 10 Brennnessel
Nov 10 Hainbuche
Okt 10 Leinkraut
Sep 10 Wilde Rauke
Aug 10 Wilde Möhre
Juli 10 Wegwarte
Juni 10 Malve
Mai 10 Akelei
Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Buschwindröschen

         

Zur Zeit präsentieren sich die Waldböden unserer Laubwälder von ihrer farbenprächtigsten Seite. Dies haben wir den sogenannten Frühjahrs-Geophyten zu verdanken. Durch im Vorjahr angelegte Speichervorräte in Wurzeln, Zwieben, Rhizomen oder Knollen treiben diese Pflanzen sehr früh aus, um so die Lücke im noch nicht geschlossen Blätterdach für neues Wachstum und Blütenbildung zu nutzen.

         
Buschwindröschen  

Eine der Frühjahrsblüher ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa), das zur Zeit mit seinem weißen Blütenmeer das Erscheinungsbild unserer Buchenwälder bestimmt. Der römischen Mythologie nach haben wir diese Blütenpracht einem Eifersuchtsdrama um den Gott des Windes zu verdanken. So soll die Göttin Flora ihre Rivalin, die Nymphe Anemona, in eine Waldblume verwandelt haben, die seitdem zeitig und ohne Schutz ihr Dasein in den Wäldern fristen muss.

Zugegeben, die Entstehungsgeschichte aus der römischen Mythologie klingt wesentlich spannender als die ökologische Erklärung für ihr frühes Wachstum. Doch, wer sich auf die Spurensuche nach den Speicherorganen des Buschwindröschens begibt, wird schnell fündig. Nur wenige Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche erstreckt sich ein Geflecht von Erdsprossen, das im Frühjahr die Nährstoffe für das Wachstum der Pflanze bereit stellt.

Buschwindröschen im Frühling

       

Nicht nur für das menschliche Auge ist das Buschwindröschen ein hübscher Anblick. Auch die tierischen Waldbewohner schätzen die Pflanze im Frühjahr sehr. Liefert doch das Buschwindröschen reichlich nährstoffreiche Pollen für viele im Wald lebende Insekten.

Wie die meisten Hahnenfußgewächse enthält die Pflanze giftiges Anemonin und Protoanemonin, das äußerlich zu Hautirritationen wie Rötungen, Juckreiz oder gar Blasenbildungen führen kann. Innerlich kann es zu Magen - Darm - Reizungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

  Buschwindröschen
     

Buschwindröschen im Buchenwald

Im Vergleich zum Buschwindröschen ist das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) viel seltener. Eine große Population gibt es auf der Frühjahrsexkursion bei Weinheim zum bewundern. Dort bildet das Gelbe Windröschen aufgrund der optimalen nährstoffreichen Standortbedingungen auch mehrere Blüten pro Stängel aus.

Die zitronengelben Blüten der noch selteneren Hybridpflanze (Anemone x seemenii), die aus einer Kreuzung beider Arten stammt, kann man im Landkreis Karlsruhe zwischen Forst und Hambrücken bewundern.

  Gelbes Windröschen
     

Gelbes Windröschen