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Pflanze des Monats

Mai 2010

Archiv

Apr 10 Weissdorn
Mrz 10 Huflattich
Feb 10 Mistel
Jan 10 Karde
Dez 09 Eibe
Nov 09 Schafgarbe
Okt 09 Vogelbeere
Sep 09 Astern
Aug 09 Pastinak
Jul 09 Flockenblume
Jun 09 Beinwell
Mai 09 Salomonssiegel
Apr 09 Schlüsselblume
Mrz 09 Esche
Feb 09 Golddistel
Jan 09 Waldrebe
Dez 08 Nachtschatten
Nov 08 Pfaffenhütchen
Okt 08 Topinambur
Sep 08 Eisenkraut
Aug 08 Mädesüß
Jul 08 Fingerhut
Jun 08 Johanneskraut
Mai 08 Kreuzblume
Apr 08 Kirsche Schlehe
Mrz 08 Veilchen
Feb 08 Nieswurz
Jan 08 Efeu

Akelei

         

Ein Blickfang bei der Akelei (Aquilegia vulgaris): die außergewöhnliche Form der Blüte. Diese setzt sich aus 5 kronblattartigen, gespornten Nektarblättern und 5 dazwischen sitzenden Blütenhüllblättern zusammen. In der gebogenen Spitze des Sporns: Nektar für Bienen und Hummeln mit ausreichend langen Rüsseln.

         
Akelei  

Der Blütenform verdankt die Akelei eine Fülle von verschiedenen Namen. Einem Kreis von fünf zusammen sitzenden Vögeln - Taubenblume; dem gebogenem Sporn, die Ähnlichkeit zu Krallen und Schnabel eines Adlers (aquila = Adler). Für viele mittelalterlichen Bilder stand die Taubenblume als Symbol des heiligen Geistes oder für die unbefleckte Empfängnis von Maria. Dank ihrer dreifach gefiederten Blätter wurde zudem ein Bezug zur christlichen Dreifaltigkeit hergestellt.

Aber die Akelei steht auch als Sinnbild für eine heimliche Liebe und Verführung. So spielte die Akelei im Aberglauben eine Rolle als Aphrodisiakum für Männer und ihre Samen war Bestandteil von Hexensalben. Die Akelei steht daher auch für Sexualität, Unbeständigkeit und es galt als unschicklich, im 17 Jahrhundert einer jungen Frau einen Akeleistrauß zu schenken

Aquilegia vulgaris

       

In der Volksmedizin wurde die Akelei bei Menstruationsbeschwerden, Augenerkrankungen, Halsentzündungen sowie Gallenbeschwerden eingesetzt. Hildegard von Bingen (1098-1179), die das Wissen über Krankheiten und Pflanzen der griechisch-lateinischen Tradition mit dem der Volksmedizin zusammenbrachte, erwähnte die Akelei erstmals.

Heute hat die Akelei, auch wegen ihrer giftigen Inhaltsstoffe (z.B. Blausäure-Glykoside), in der modernen Pflanzenheilkunde keine Bedeutung mehr.

  Akelei
     

Blüte der Akelei

Eine größere Rolle spielt die Akelei in der Gartenkultur durch die Züchtung von farbenprächtigen Sorten und die Einfuhr von ausländischen Arten. Einen kleinen Eindruck von der Farbenvielfalt können Sie auf dieser WebSeite finden.

Die einheimische Wildform ist dagegen in unserer Region nicht sehr häufig. Das in unserer Region wohl größte indigene Vorkommen von Aquilegia vulgaris gibt es auf dem Michaelsberg. Verpassen Sie nicht dieses grandiose Naturschauspiel Mitte Mai.

  Akelei
     

Akelei auf dem Michaelsberg